Namensvarianten: lokale, historische, originale oder anderssprachige Namen Homoródalmás Homotödalmas
Geo-Koordinaten in Grad (Dezimalangaben) 46.23°N 25.45°O
Bevölkerungszahlen Jahr Bevölkerung Typ Datenquelle 2002 1 415 Volkszählung offiziell 2006 1 387 Berechnung
Woher stammt der Name "Homoródalmás?
Am Fuße des "Merke" Berges entsprang eine Quelle welche sich zu einem Bach entwickelte. Dieser Bach bahnte sich einen Weg zwischen Wildapfelbäumen, welche dort zahlreich vertreten waren, in Richtung des Flusses "Homoród". Weil auch entlang der Straßen zahlreiche Wildafpelbäume wuchsen entschied man sich das Dorf den Namen "Almásfalva" zu geben, was soviel bedeutet wie "Apfeldorf". Später wurde es in "Homoródalmás" unbenannt wobei der Fluss "Homoród" bei der Namensgebung Pate stand. Erstmalig erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1333. Als Kurzform für die Namensnennung entschied man sich für "Almás" da es entlang des Flusses weitere Dörfer gibt welche alle mit dem Namen "Homoród" beginnen. Der erste Pfarrer des Dorfes trug den Namen "Petrus sacedos de Almás".
Wo liegt Homoródalmás?
Am Fluss "Kis Homoród" ("kis" = klein) liegt "Homoródalmás". Wenn man die "13A" Bundesstraße, welche Odorheiu Secuiesc und Miercurea-Cuic verbindet, folgt kommt man an eine Abzweigung welche nach "Vlahita" (zu deutsch "Wlahitza") führt. Folgt man dieser Straße kommt man zunächst nach "Lueta" und anschließend nach "Meresti"/"Homoródalmás". Es ist im Kreise Harghita häufig zu sehen das die Ortsschilder zweisprachig geschrieben sind was darauf zurückzuführen ist das Transylvanien bis 1918 zu Ungarn gehörte.
"Almás" ist umgeben von hohen Bergen und hat eine Gesamtgröße von 11225ha. Es liegt in einem Naturschutzgebiet wo man außer Wölfe und Bären auch zahlreiche Höhlen findet. Die größte Höhle ist die "Orbán Balázs" Höhle wohin sich die Dorfbewohner samt Vieh zurückzogen als sie von den Türken angegriffen wurden.
"Homoródalmás" ist ein Zusammenschluss aus sieben Dörfern, nämlich "Almás", "Kakod", "Benesfalva", "Varjas", "Benczöfalva", "Cikefalva" sowie "Tankofalva". Laut der letzten Volkszählung im Jahr 2002 lebten 1424 Menschen in dem Dorf.
Weitere Informationen über "Homoródalmás"
Im Laufe der Jahre sind zahlreiche Berufe entstanden und Unternehmen hatten sich angesiedelt, was dem Dorf zu Gute kam. Unter anderem fand man in dem Dorf eine Ziegelei, eine Kalkbrennerei, eine Schmiede, eine Tischlerei, eine Weberei, zwei Molkereien und eine Mühle. Aber hauptsächlich lebten und leben die Einwohner von der Landwirtschaft.
Im Dorf gibt es einen Salzwasserbrunnen der im Jahre 1801 erstmals in den Büchern erwähnt wurde. Da Salz früher ein teures und vor allem kostbares Gut war, nutzte man das Salzwasser zur Salzgewinnung. Das Salzwasser nutzte man aber auch um Kraut einzulegen oder um Fleisch zu pökeln sowie zur Konservierung.
Wie jedes Dorf in Transylvanien hat auch "Almás" eine eigene Tracht welche zu besonderen Anlässen, wie das Dorf- oder das Weinfest, getragen wird. Die Frauen tragen dann ein weißes Hemd und darüber eine rote Weste mit schwarzen Stickereien. Desweiteren tragen sie einen roten Rock mit 8-10!!! verschiedenen Unterröcken (wie gut das ich keine Frau bin!). Darunter tragen sie eine weiße Strumpfhose und als Schuhwerk schwarze, hohe Stiefel.
Die Männer tragen ebenfalls ein weißes, langärmeliges Hemd und darüber eine schwarze Weste. Dazu tragen sie eine dicke, weiße Hose und schwarze, hohe Stiefel. Als Kopfbedeckung tragen die Männer schwarze Hüte. Während unseres Urlaubs 2002 durften wir an einem Dorf- und Weinfest teilnehmen. Das Weinfest dauert 2 Tage und endet mit einem Festival in der Nähe der "Orbán Balázs" Höhle. Es war sehr anstrengend (vor allem für die Leber) aber auch sehr schön. Eine Erfahrung haben wir gemacht: Die Leute in dem Dorf verstehen es zu feiern, nämlich gut und ausgiebig.
Seit 2001 ist die Unitarius Kirchengemeinde in Homoródalmás (vertreten durch Pfarrer Csete Àrpád) die Partnergemeinde der evangelischen Kirchengemeinde in Hamm (vertreten durch Pfarrer Ralph Haitz, Pfarrer der "Christuskirche" in Hamm-Westen).
Kirchturm der Unitarius Kirche in Homoródalmás/Meresti